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Das gro├če Archiv mit vielen historischen Hintergr├╝nden und Informationen rund um die WKG.

Die Vereinsgeschichte der WKG von Kurt Wagner:

Schon im Jahre 1820 berichtet Friedrich Wilhelm Frh. von Ulmenstein. ├ťber das fastnachtliche Treiben in unserer Stadt. Im Gasthof zum R├Âmischen Kaiser trafen sich Personen aus allen St├Ąnden des Volkes, um Fastnacht zu feiern. Die Frauenspersonen trugen gesteppte Hauben - die man Matratzenhauben nannte. Sie gaben den Maskenb├Ąllen den Namen Matratzenb├Ąlle oder auch kurz Matratzen. Anzeigen in der Wetzlarer Zeitung laden ein zu Kappensitzungen und Maskenb├Ąllen. Nachwei├člich wird von einem gro├čen Narrenzug in Wetzlar am 23. Februar 1879 berichtet.

Eine noch vorhandene Niederschrift berichtet von den Prinzen Karneval 1912-1913 und 1914. Der Karneval wurde damals von einem ├Âffentlichen 11er Rat ausgerichtet. Die Wetzlarer Vereine wie z.B. der B├╝rgerverein, die Kappengesellschaft >Wenn de was merkst<, der Musikalische Verein, der Union Club - der Verein Mitternacht und andere mehr, traten als Tr├Ąger auf. W├Ąhrend der beiden Weltkriege und der goldenen 20er Jahre, war der Karneval vermutlich nur im internen Vereinsleben bekannt.

Nach dem Jahre 1945 waren es drei Wetzlarer Traditionsvereine, die dem Wetzlarer Karneval wieder neue Impulse gaben. Der Musikalische Verein, der Erk`sche M├Ąnnergesangverein und der Reit- und Fahrverein w├Ąhlten 1949 ihren ersten Prinzen. Am 11.11.51 erfolgte die Proklamation eines neuen Prinzen.

Schon lange war es der Wunsch eine eigenst├Ąndige Wetzlarer Karnevalsgesellschaft zu gr├╝nden. Am 24. November 1951 waren es 22 Wetzlarer Karnevalisten, die im Hotel Kessel die WETZLARER KARNEVALSGESELLSCHAFT gr├╝ndeten.

Durch die Patenschaft der drei erw├Ąhnten Vereine, dem Prinzenpaar und den altgedienten Karnevalisten entwickelte sich ein gesundes, kr├Ąftiges Kind, das Dank seiner guten Pflege, sein n├Ąrrisches Geschrei laut durch die Stra├čen unserer Heimatstadt Wetzlar erschallen lies.

Die Wetzlarer Karnevalsgesellschaft - WKG -feierte ihre erste Kampagne. Jetzt galt es den gefassten Entschlu├č mit gro├čem Eifer in die Tat umzusetzen. Mit neuen M├╝tzen und einem grauen Frack bot der Elferrat ein neues Erscheinungsbild. B├╝ttenredner, Gesang und Tanzgruppen waren mit einer z├╝nftigen Blaskapelle die Garanten f├╝r den Erfolg. Beginnend am 11.11. als Herrensitzung mit der Wahl (sp├Ąter Proklamtion) des Prinzen, und gleich im neuen Jahr der Damensitzung mit Proklamation der Prinzessin ging das Narrenschiff auf gro├če Fahrt. Die Akzeptanz in der Bev├Âlkerung war so gro├č, dass bei den Fremdensitzungen nicht immer alle Kartenw├╝nsche erf├╝llt werden konnten.

Der kleine Zug, am Samstag mit Schl├╝ssel├╝bergabe und Macht├╝bernahme der Tollit├Ąten am Rathaus, mobilisierte die Wetzlarer Narren zum gro├čen Karnevalszug am Fastnachtssonntag. Tausende von Besuchern kamen aus Nah und Fern. Die Zug- und Wagenbauer in der nur d├╝rftig beheizten Sixt-von-Armin Kaserne hatten ihren gro├čen Tag. Nicht immer, aber immer ├Âfter endete das gro├če Ereignis mit einem Riesenfeuerwerk hoch ├╝ber der Stadt. Wetzlar war fest in der Hand der Narren. Auch zum Prinzenball am Rosenmontag konnten, wegen ├ťberf├╝llung nicht alle Besucherw├╝nsche erf├╝llt werden.

Mit dem n├Ąrrischen Fr├╝hschoppen am Fastnachtsdienstag dankte die WKG noch einmal allen Aktiven und G├Ânnern mit der
├ťberreichung des Jahresordens. Prinz, Prinzessin und Hofstaat hatten ihren letzten Auftritt im vollen Ornat. Das gro├če Engagement
aller Aktiven endete am Aschermittwoch mit der Scheidung des Prinzenpaares. Die Kampagne ist tot -es lebe die neue Kampagne.

Im Laufe der vielen Jahre gab es immer wieder H├Âhepunkte in der WKG. Die WKG ist stolz in jeder Kampagne (eine Ausnahme best├Ątigt die Regel) ein Prinzenpaar zu proklamieren. Bis 1960 kamen Prinz und Prinzessin aus verschiedenen gut b├╝rgerlichen H├Ąusern. 1961 und 1968 wurden die ersten Ehepaare als Prinzenpaar am 11.11. (Sitzung mit Damen) proklamiert.

Die fr├╝here Scheidung wurde durch ein fr├Âhliches Heringsessen am Aschermittwoch mit Verabschiedung des Prinzenpaares, >leise<
mit vielen Dankesworten zu einem neuen H├Âhepunkt der WKG Familie.

In der Kampagne 1960/61 wurde ein Wunsch zur Realit├Ąt. Die Prinzengarde der WKG wurde gegr├╝ndet. Die in schmucken Uniformen gekleideten jungen M├Ąnner waren im Saal und im Strassenkarneval bei allen Narren sehr beliebt. Bald wurde die Garde mit den Zeremonienmeisterinnen, einer weiblichen Tanzgarde und den Kadetten mit ihren Auftritten zu echten H├Âhepunkten bei allen Veranstaltungen.

Unter der Patenschaft der Prinzengarde wurde den Bewohnern der Florentine mit dem Besuch der Tollit├Ąten ein karnevalistischer Nachmittag geboten. Die herzliche Aufnahme ist heute noch f├╝r jeden, der dabei war ein nicht zu vergessenes Ereignis.

Im Jahr 1961 hat die WKG ihre ersten Ehrensenatoren ernannt. Wetzlarer Gesch├Ąftsleute, wohlwollende Politiker, Freunde der Bundeswehr und Freunde unserer Partnerst├Ądte, sowie Narren, die nicht immer im Rampenlicht standen aber vieles m├Âglich gemacht haben, bildeten den Stamm der Ehrensenatoren. Heute hat sich der Kreis der Ehrensenatoren um langj├Ąhrige Aktive und ehemalige Amtstr├Ąger erweitert.

In unseren Partnerst├Ądten wurde der Wetzlarer Karneval durch viele Besuche des Vorstandes, des Elferrates, vieler Prinzenpaare, der Prinzengarde und des Fanfarenzuges des Prinzen zu noch nicht gekannten H├Âhepunkten. In Berlin Neu K├Âln war der erste Auftritt eines Wetzlarer Prinzen, dem bald die sch├Ânen Tage in Avignon, Siena und Schladming folgten. Mit begeistertem Beifall wurde die Teilnahme unserer Partnerschaftsfreunde am gro├čen Karnevalszug in Wetzlar aufgenommen. Aus Avignon die adretten Majoretten, aus Colchester die Moris Men und die wechselnde Besatzung des Minenjagdbootes Wetzlar. Heute wird die Tradition mit Besuchen der Narren und des Musikzuges aus unserer Partnerstadt Ilmenau erweitert. Freude und Frohsinn verbindet die Menschen.

Im Jahre 1968 veranstaltet die WKG mit dem Magistrat der Stadt Wetzlar den ersten Seniorennachmittag. Die strahlenden Gesichter, die ungezwungene Freude und der nicht enden wollende Beifall beim Einzug des Prinzenpaares mit Gefolge und dem gebotenen Programm waren f├╝r die Senioren unserer Stadt ein echter >Feiertag< Alle Mitwirkende sp├╝rten, da├č die Helaurufe aus dem Herzen kamen. So sch├Ân kann Karneval sein! Heute k├Ânnen wir die Aktiven von damals als treue G├Ąste im Saal wieder erkennen. Es kommen Erinnerungen und Freude auf. >Wie die Alten sungen, so zwitschern auch die Jungen!<

Wer einmal einen Kinderkarneval im gro├čen Saal des Wetzlarer Hofes miterlebt hat, dem klingen heute noch die Helau-Rufe und Schreie der begeisterten Kinder im Ohr. Singen und Tanzen in den buntschimmernden Kost├╝men wurden von den knallenden Salven aus den Feuerwaffen der Cowboys und Indianern unterst├╝tzt. Beim Einzug der Tollit├Ąten mit Hofstaat gab es kein halten mehr. Muttis, Omas, Opas und V├Ąter gingen mit Ihren Kindern nach Hause, die den Fastnachtsonntag kaum erwarten konnten.

Der erste H├Âhepunkt in den Kampagnen von 1965-1981 waren die Fremdensitzungen als geschlossene Veranstaltungen f├╝r den Bund der Hirnverletzten mit der >Neurologischen Klinik Braunfels<. Der jubelnde Beifall der Patienten aus allen Teilen Deutschlands war der Dank an die Aktivisten. Freude und Frohsinn lie├čen unsere G├Ąste ihr Schicksal f├╝r wenige Stunden vergessen

In der Kampagne 1987/88 wurde das farbenfrohe Bild von M├╝tzen, Uniformen, gelben und roten Jacken um einen gr├╝nen Farbtupfer erweitert. Verdiente Mitglieder der WKG wurden zu Senatoren ernannt. Sie sind heute eine starke Gruppe von Aktiven, die mit gro├čem Eifer in Ihrer Freizeit der WKG bei allen Ereignissen zur Verf├╝gung stehen. Mit ihren gr├╝nen Jacken sind sie leicht im Trubel der Narren zu erkennen.

Der F├Ârderverein (1969) des Wetzlarer Karnevals und der Verein Fastnachtmuseum (1987) helfen Tradition und Brauchtum des Karnevals nach besten M├Âglichkeiten zu unterst├╝tzen.

F├╝r die Saalrequisiten und die Zugwagen wurde ein Grundst├╝cks mit Halle in Laufdorf gekauft. Viele gro├čz├╝gige G├Ânner und eifrige Helfern machten diesen wichtigen Schritt in der Vereinsgeschichte m├Âglich. Die WKG hatte endlich ein eigenes zu Hause.
Wohl eine der gr├Â├čten Entscheidungen in der WKG war der Kauf einer gr├Â├čeren Halle in der Stadt (1999), auf dem Gel├Ąnde der ehemaligen Sixt-von-Armin Kaserne. Mit geduldigen Verhandlungen der zust├Ąndigen Stellen und der Stadt ist es m├Âglich geworden.
Der neugegr├╝ndete Hallenmannschaft gelingt es, mit unerm├╝tlichen Flei├č und g├╝nstiger Verhandlungstaktik innerhalb kurzer Zeit die neue Halle f├╝r viele Zwecke nutzbar zu machen. Der sich immer erweiternde Fundus beansprucht seinen Platz. Es gibt noch viel zu tun. Packen wir es auch mit unsrer Hilfe, wie die auch sei, kr├Ąftig an.

Einer der Pfeiler in der WKG ist die Nachwuchsarbeit. Viele flei├čige H├Ąnde sind bereit unz├Ąhlige Stunden zu opfern, damit das alte Brauchtum des Karnevals in unsrer Stadt erhalten bleibt.

Ganz besonderer Dank gilt den Damen in unserer Gesellschaft. Nicht nur, dass sie ihren M├Ąnnern die Zeit f├╝r die WGK geben, nein, auch selbst ergreifen sie die Mitwirkung bei vielen aktiven Erfordernissen.

In der Kampagne 1998/1999 haben sie aus eigenen Ideen mit viel Mut zum Neuen die erste n├Ąrrische Sitzung nur f├╝r Damen pr├Ąsentiert. Es war ein voller Erfolg. Ein dankbares >Macht weiter so!< soll sie zu neuen Taten ermuntern.

In der Kampagne 2001/2002 feiert die Wetzlarer Karnevalsgesellschaft ihr 50 j├Ąhriges bestehen. Alle die dazu beigetragen haben, k├Ânnen darauf stolz sein. Auf die WKG kann man in unserer Heimatstadt als Tr├Ąger des heimischen karnevalistischen Brauchtums nicht mehr verzichten.

Merke: Es lohnt sich in der WKG zu sein!

Erinnerungen in einigen Bildern:

Ehemalige Prinzen Tanzgarde der WKG  
Ehemalige Prinzen der WKG Die Tanzgarde der WKG auf der B├╝hne  
Tanzgarde der WKG Tanzgarde der WKG  
Die Tanzgarde der WKG bei ihren ersten Auftritten Der erste Einsatz der Tanzgarde auf dem Karnevalsumzug  


Ihr BMW und Mini Hńndler
abschluss  
Wir lassen Sie nicht kalt! Firma Lautz